Die Geschichte des Mietwagens II - von 1920 bis 1945
Samstag, 20. März 2010
Kategorie: Endverbraucher
News
Autor:
Team mietwagen-blog.com
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Die goldenen Zwanziger waren auch für die Branche der Autovermieter eines der wichtigsten Jahrzehnte. Zahlreiche Firmen wurden in dieser Zeit gegründet und das Mieten eines Autos wurde nach und nach zu einer Selbstverständlichkeit. Die Firma von Walter L. Jacobs erreichte bereits im Jahr 1923 einen jährlichen Umsatz von über einer Million US-Dollar, was schließlich die Yellow Cab and Yellow Truck and Coach Manufacturing Company auf den Plan rief. Besitzer dieses Unternehmens war John Hertz, der mit der Übernahme der Chicagoer Autovermietung den Grundstein zu einem heute noch bestehenden Firmenimperium legte. 1926 wurde Hertz dann seinerseits von General Motors übernommen, doch der Begriff des Hertz Driv-Ur-Self System. stand bereits synonym für das Mietwagengeschäft.
In Deutschland wachsen Unternehmen wie Sixt immer weiter und ab dem Jahr 1929 werden nur noch Mercedesfahrzeuge gefahren. Der Grund: Die Ersatzteile für ausländische Autos sind kaum noch zu beziehen. Bereits zwei Jahre zuvor hatte sich in Hamburg die Europcar gegründet und startete bereits mit 150 Fahrzeugen und zehn Stationen. Auch hier waren es zunächst US-Amerikaner, die die Mietwagen nutzten und so kam es, dass europcar im Jahr 1939 mit 30 Stationen und 700 Fahrzeugen der größte deutsche Autovermieter wurde. Durch Kriegsbeginn wurden die Mietwagen zumeist konfisziert, sodass kein regulärer Verleih möglich war.
In den USA zeigt sich aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Lage ein anderes Bild. Hier kämpften Mietwagen weniger mit Problemen der Ersatzteilbeschaffung als vielmehr Imageschäden. Denn Mietwagen wurden hier insbesondere für kriminelle Aktivitäten wie Bankraub oder Schmuggel während der Prohibition eingesetzt. Dieses Image änderte sich erst im Verlauf der 30er Jahre, wie Ad Access schreibt.

