Wenn jemand eine Reise tut...
Amelie
...so kann er was erzählen. Wie wahr, wie wahr. Und wenn einer eine Reise mit dem Mietwagen tun tut, so kann er noch viel mehr erzählen, weil er mehr gesehen, mehr erlebt hat.
Ich lausche aber auch immer gespannt, was anderen Menschen bei ihren Reisen schon beim Abholen des Mietwagens am Counter passiert. Gerade in der heutigen Zeit, wo man seinen Mietwagen mit Vorliebe im Internet bucht, sind kleine Verständlichkeitsprobleme vorprogrammiert. Und keiner hats einem erzählt oder hingeschrieben? Irrtum, oft haben die Urlauber auch einfach nicht alles gelesen ...
Beliebte Probleme:
Der Wagen wird im Internet mit einer einfachen Versicherung mit Selbstbeteiligung abgeschlossen. Vor Ort kauft der Kunden eine Versicherung, bei der keine Selbstbeteiligung im Schadensfall zu leisten ist.
Das ist vollkommen legitim und dient dem Schutz des Mieters. Es bleibt nur leider nicht aus, dass man sich ärgert, wenn man mitbekommt, dass andere das bereits mit im Preis bei der Buchung mit inklusive hatten. Deswegen würde ich immer empfehlen, den Mietwagen von vornherein mit einer Selbstbeteiligung von 0 Euro oder einer Rückerstattung des Selbstbehalts zu buchen – gerade für das Ausland.
Anderes Problem:
Gestresst entsteigt man dem verspäteten Ferienflieger. Nun noch den Mietwagen abholen und schnell zum Hotel. Der Mensch hinter dem Mietwagenschalter fuchtelt einem mit dem Mietvertrag vor den Augen herum, unterstreicht hier was und da was, nuschelt noch etwas vor sich hin und fragt dann, ob das ok sei. Ja, ja, ja, alles gut, man will nur weg. Man unterschreibt, nimmt den Mietwagen in Empfang und kann endlich seinen Urlaub beginnen. Am Ende der Reise gibt man den Mietwagen vollgetankt zurück, so hat man ihn schließlich auch übernommen, und dann der große Schock. Zusätzlich zum Mietpreis wir einem noch mal eine ordentliche Summe von der Kreditkarte abgebucht, die genau dem Wert einer Tankfüllung entspricht. Auf Nachfrage findet man heraus, dass man vor Ort eine Tankoption abgeschlossen hat, bei der der Mietwagen mit leerem Tank hätte zurückgegeben werden können.
Das ist dann wirklich dumm gelaufen. Es ist nämlich wirklich praktisch, wenn man am Flughafen vor der Abreise nicht noch eine Tankstelle suchen muss. Aber es macht nur dann Sinn, wenn man von dieser Vereinbarung auch etwas weiss. Deswegen sollte man sich im Urlaub mal ein paar Minuten Zeit nehmen und kurz den Mietvertrag lesen. Dann findet man das ganz schnell heraus.
Noch ein Problem: Zuhause am heimischen Computer hat die kleinste Kategorie noch ganz attraktiv gewirkt. Ein VW-Polo oder ein Ford-Fiesta, das ist doch vollkommen ausreichend und so schön günstig. Man möchte ja nur hin und wieder was anderes sehen als den Hotelpool und den Strand nebst Meer vor der Tür. Ja, es reicht aus, wenn man die Ausflüge nur ins Flachland unternimmt. Doch gerade die schönsten Aussichten auf das Meer, die Insel oder das Land, je nachdem wo man sich befindet, hat man nunmal von den Bergen oder den Anhöhen, die es vorher zu erklimmen gilt. Mit einem schwachmotorigen Mietwagen kann das schon schwierig werden. Wer also der Gefahr entgehen will, einen Berg gar nicht, oder nur mit durchdrehenden Reifen zu erobern, der sollte eine höhere Kategorie buchen. Das ist viel entspannter.
Und darum ist man ja schließlich im Urlaub: Um zu entspannen.

